Vielstimmigkeit

Begegnungen

Neue Taktungen

 

Ebernburg in Bad Münster am Stein-Ebernburg

18.-20. September 2020

 

Die Mitgliederwerkstatt 2020 musste wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie leider auf das nächste Jahr verschoben werden.
Der neue Termin auf der Ebernburg ist das Wochenende vom
17.-19.September 2021

 

1. Mitgliederwerkstatt der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse und Musik

Die Mitglieder sind herzlich eingeladen, ihre Musikinstrumente mitzubringen.

Unterkunft

In den Kosten für die Teilnahme ist die Unterbringung auf der Ebernburg in einem Einzelzimmer sowie die volle Verpflegung für den Zeitraum der Mitgliederwerkstatt enthalten. Auf Wunsch (bitte unter symposion@psychoanalyse-und-musik.de angeben) stehen auch wenige Doppelzimmer zur Verfügung.

Für die Unterkunft von Begleitpersonen finden Sie ausführliche Informationen unter

www.bad-muenster-am-stein.de und

www.bad-kreuznach-tourist.de

Anfahrt

Für die Anfahrt finden Sie Informationen bei

www.bad-muenster-am-stein.de/Kontakt/Anreise

Unter dieser Adresse gibt es auch einen Stadtplan als Download.

Der Fußweg vom Bahnhof bis zur Ebernburg ist 1,8 km lang.

Beschreibung der Gruppenveranstaltungen

TAKETINA

Gaby Eckl/Cettina Franchella

Der Urkraft Rhythmus auf der Spur

TAKETINA ist ein rhythmischer Prozess, an dem JEDER Mensch, ob musikalisch oder vermeintlich "unmusikalisch", teilnehmen kann, weil wir von Natur aus rhythmisch veranlagt sind (Herzschlag, Atmung, Hirnwellen, Zyklus...) Dabei wird ein in unserer Zeit zunehmend bedeutsames Thema aufgegriffen:

Unsere Verbindung zu unserem Ur-rhythmischen Wesen als zentrale Lebenskraft.

Eine Kraft, die uns wieder mehr in unsere Mitte führen kann.

Bei TAKETINA ist der Körper das Instrument. Einfache Bewegungsabläufe mit Stimme, Füßen und Händen werden wie verschiedene Tonbandspuren allmählich übereinander gelegt und gleichzeitig ausgeführt. Dadurch entsteht eine Komplexität, die willentlich nicht zu machen ist. Intuition entwickelt sich. "TAKETINA führt in die Kunst, sich durch Loslassen im Rhythmus zu finden" wie Gerald Hueter bemerkt und womöglich begegnet das ICH dem ES, "ICH mache" und "ES grooved".

Fehler machen ist erlaubt, sogar willkommen! Durch spielerisch leichtes aus-dem-Rhythmus-Fallen und wieder "Reinfallen" lernen wir, bewertungsfrei mit Fehlern und entspannt mit Chaos, Überforderung und Komplexität umzugehen. Das kann durchaus Spaß machen und entwickelt nebenbei unser Rhythmusgefühl.

Wieso TAKETINA?

Das Denken funktioniert kaum im TAKETINA Prozess, wodurch wir einen tieferen Zugang zu unserem Wesen bekommen können. Unser Bewusstsein bekommt RAUM, sich auszudehnen und wahrzunehmen. Es entsteht ein Feld mit Transformationspotential für eigene einschränkende Verhaltensmuster oder Glaubenssätze. Getragen von Rhythmus können wir spielerisch und im ganz eigenen Zeitmaß dort ankommen, wo Leben tatsächlich stattfindet - in der Präsenz, im JETZT.

Siehe auch www.taketina.com

 

Großgruppe

Katrin Stumptner – Gruppenanalytikerin am Berliner Institut für Gruppenanalyse

In der Großgruppe (GG) kommen wir an diesem Werkstatttreffen zweimal für jeweils 90 Minuten zusammen.

Wir treffen uns in einem Raum, sitzen in einem oder mehreren Stuhlkreisen zusammen und beginnen die „Musik“ dieser Gruppe miteinander zu erforschen.

Was führt uns hier zusammen? Welche Resonanzen klingen in jedem Teilnehmenden an? Großgruppen lösen Ängste aus. Doch treffen wir uns, um dieses Unbehagen in ein umfassenderes Kennenlernen unserer selbst in der Begegnung mit den Anderen zu entwickeln.

Das beginnende Suchen und Ausdrücken von Gefühlen und Gedanken in der GG erinnert an eine Annäherung an das persönliche „Instrument“? In welchem Kontext? An das erklingende Chaos beim gleichzeitigen Anspielen in einem Orchestergraben? An die Suche nach den noch unbekannten Variationen zu einem gemeinsamen „musikalischen“ Thema während der Probe?

Die Übertragung von innerer Bewegtheit und persönlichen Gedanken in Stimmen und Worte erschafft einen „musikalischen“ Raum für komplexe dissonante wie auch harmonische Zusammenhänge, erschafft eine Annäherung an das soziale Unbewusste der Gemeinschaft.

In der Gruppenanalyse nannte S.H.Foulkes diese Prozesse "Ich-Training in Aktion". Die eigene authentische Stimme im Kontext einer GG finden; persönliches Erleben und Denken im Kontakt und in Resonanz mit den Anderen äußern; sich selbst und die anderen differenzierter hören und verstehen lernen und darüber in einen komplexeren, sozialen Dialog miteinander treten, ohne alles verstehen zu müssen.

Für diesen Prozess ist es wichtig, an beiden Sitzungen teilzunehmen.

Das Erleben von Wiederholung ist eine tiefe und vertrauensstiftende Erfahrung, die zum Prozess von Differenzierung und Individuation beiträgt.